Aktualisiert am 11.03.2019

Unsere Entstehungsgeschichte im Jahre 1986

Anfang der 80 ‘er Jahre ergab es sich, daß sich aus zuerst einer kleinen Gruppe von BMW-Fahrern, ein immer größer werdender Kreis von motorradbegeisterten Leuten zusammenfand. Man traf sich Sonntag‘s, um gemeinsam, nach kurzer Absprache, ein Ziel in der weiteren Umgebung anzufahren. Dabei wurde meist nicht der direkte Weg genommen, sondern gezielt eine anspruchsvolle, sprich kurvenreiche Strecke, ausgewählt. An beliebten Ausflugszielen wurde dann gerastet. Man aß, trank und fachsimpelte (über was wohl?) witzelte und so manch "cooler" Spruch brachte die Meute zum lachen - kurzum - man hatte jede Menge Spaß miteinander.

Für die Rückfahrt wurde dann, wenn möglich, eine andere, nicht weniger interessante Route ausgesucht und man machte sich Spätnachmittag ‘s auf den Heimweg.

Abschließend wurde noch in einem Gasthaus eingekehrt, und nach den üblichen Gesprächen ging man früher oder später zufrieden auseinander, um sich eine Woche später wieder zu treffen.

Bei diesen 'Ausfahrten' entwickelte sich eine tiefe Kameradschaft und auch so manche Freundschaft, die zum großen Teil auch heute noch bestehen. Es wurden zusammen Feste und Geburtstage gefeiert, Urlaubsfahrten geplant, Fußballspiele abgehalten (Zweizylinder gegen Vierzylinder) und natürlich bei jeder Gelegenheit Motorrad gefahren.

Schließlich beschloß man, sich jeden Donnerstag beim "Pratscher"‚ (einer kleinen Kneipe in Kirchlauter) zu treffen, um die Kontakte und Interessen noch weiter zu vertiefen. Bei diesen sogenannten Stammtischen wurde Brotzeit (jeder brachte etwas mit, der Pratscher stellte Brot und Werkzeug) gemacht, getrunken und viel geredet. Nicht selten standen bei dieser Gelegenheit 15 bis 20 Motorräder der verschiedensten Marken vor der Kneipe, die dann begutachtet, gelobt oder verspottet (natürlich nicht ernst gemeint) wurden. Es war ein schönes Für- und Miteinander, bis uns eines Tages die traurige Nachricht vom tragischen Unfalltod unseres Freundes Thomas erreichte. Er war mit seinem Motorrad in einer Kurve von der Straße abgekommen und starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Thomas war ein Mensch gewesen, der gerade durch das Motorradfahren richtig aufgeblüht ist. Wir waren alle tief erschüttert und so mancher dachte wohl darüber nach die Motorradfahrerei an den berühmten Nagel zu hängen. Aber nichts desto trotz, die Welt dreht sich weiter und dieser tragische Unglücksfall schweißte uns noch weiter zusammen. So wurde nach dem Tod unseres Freundes beschlossen, unserem gemeinsamen Interesse einen Namen zu geben. Wir gründeten die "MOTORRADFREUNDE LAUTERGRUND‘. Bei den nächsten 2 Stammtischen wurde ein Aufnäher entworfen, der als äußeres Zeichen für die Zusammengehörig unserer Gruppe galt. Das Ganze sollte schließlich nur dem Zweck des gemeinsamen Interesses dienen und zum Freundschaftlichen Zusammenleben beitragen.

Im Jahre 1996, unserem 10. Jahr des Bestehens entschlossen wir uns erstmals dazu ein eigenes Motorradtreffen zu organisieren, welches für uns viele neue Erfahrungen, viel Arbeit aber auch viel Spaß und viele neue Kontakte mit Gleichgesinnten brachte. Dieses Fest ist nun mittlerweile zu einer festen Veranstaltung in unserem Terminkalender geworden und findet jedes zweite Jahr wieder neue Freunde, da wir als echte Motorradfahrer "OpenAir" feiern und auf Zelte verzichten (außer zum abknacken, aber wer schläft schon wenn in der Bar noch der Bär los ist).

 

Harald Gehring, Udo Ehnes

 

MFL unterwegs - in Schweinfurt beim MGD

Die Motorradfreunde Lautergrund nahezu vollzählig beim
Besuch des Motorradgottesdienstes in Schweinfurt.

MFL unterwegs - Mittagessen in Schnals (Südtirol)

Ein ganz kleiner Teil unserer Truppe in Schnals (Südtirol)
bei unserem Motorradurlaub im September 1997.


PS :
Mittlerweile zählt unser Haufen etwas über 100 mehr oder weniger aktive Mitglieder, wobei neue Mitglieder noch gerne aufgenommen werden